Eine schaurig-schöne Spukgeschichte

Die Grundschüler der Schillerschule ließen sich am Donnerstag mit ihren Lehrerinnen in das Reich der Oper entführen. 2016 hatte das Grundschulkollegium mit „Bellas fabelhafte Reise“ die ersten Erfahrungen mit der Tournee Oper Mannheim machen können und war, genauso wie die Schüler, begeistert.

Schön bei der Tourneeoper ist, dass die Schule umfangreiches Unterrichtsmaterial im Vorfeld erhält mit dem die Kinder auf das Thema Oper, im Speziellen auf diese Kinderoper, vorbereitet werden können. Dazu gibt es zum Titellied eine CD, mit Gesang und als Karaoke-Version ohne Gesang, damit die Kinder das Lied einstudieren und in der Vorstellung mitsingen können. Weiterhin dürfen bis zu sechs Kinder als Statisten bei der Aufführung teilnehmen. Dies alles motiviert und macht den Kindern viel Freude. Neben dem interessanten und phantasiereichen Bühnenbild sind die live gesungenen Arien eine neue Theatererfahrung für viele Kinder.

Erneut stammt das Stück aus der Feder der Mannheimer Sopranistin Tanja Hamleh. Das dazugehörige Libretto entstand in Zusammenarbeit mit dem Wiesbadener Regisseur Klaus-Dieter Köhler, der diese Familienoper auch inszenierte.

Wie bei allen Produktionen der Tournee-Oper Mannheim steht auch bei „Edgar, das gruselige Schlossgespenst“ der theaterpädagogische Ansatz im Vordergrund: Kinder im Grundschulalter mit original Opernarien der berühmten Komponisten, live gesungen und aufgeführt, in einer spielerisch, packenden Handlung für klassische Musik und Gesang zu begeistern. So werden die Schüler gleich zu Beginn des Stückes mit einem eigens komponierten Titellied zum Mitsingen animiert. Im Verlauf der Vorstellung werden zahlreiche klassische Arien und Duette aus dem Bereich der Oper, von Mozart über Bizet bis hin zu Carl Maria von Weber, dem jungen Publikum dargeboten.

Edgar, ein waschechter, flotter Geist, erbt von seiner Tante ein richtiges Geisterschloss. Mit heiligen Hallen samt einer Opernarien singenden Gemäldegalerie, Bädern mit eiskalten kleinen Händchen, zahllosen Zimmern mit Ketten rasselnden Ritterrüstungen und eben allem, was sonst noch zu einem echten Spukschloss dazugehört.

Leider hat die ganze Sache einen kleinen Haken und der heißt Violetta, das ehemalige Zimmermädchen von Tante Agathe. Violetta hält sich für die rechtmäßige Erbin und will „ihr“ Schloss nicht einfach so kampflos aufgeben.

Edgar und Violetta gehen eine Wette ein. Ein Gruselduell soll entscheiden, wem das Schloss in Zukunft gehören soll. Und dann erscheint auch noch ein Notar, der verkündet, dass Familie Spinnenfleck Erbe des Schlosses sein könnte.

Ein packendes Duell mit Kettenrasseln, schwarzen Katzen, einer ruhelos durch die Gänge wandelnden weißen Dame, herrenlosen Ritterrüstungen sowie viel Musik quer durch die Operngeschichte von Mozart bis Bizet erlebten die Grundschüler der Schillerschule.

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